Projekte Agrar

Auf dem Weg zum Landwirt noch ein Zwischenstopp im Hähnchenstall

Eine Woche vor ihren Abschlussprüfungen besuchten die angehenden Landwirte der Fachstufe 2 der Albrecht-Thaer -Schule BBS III Celle den Hähnchenstall der Harald & Reinhard Otte oHG. Für die meisten der Schüler war dieser Betriebszweig gänzlich unbekannt und so kam es, dass Herr Otte jede Menge Fragen zu beantworten hatte. Neben seinen Hähnchen liegt ihm die Öffentlichkeitsarbeit am Herzen und das war es auch, was er den jungen Leuten mit auf den Weg gab. Sie sollen offen für Fragen der Bevölkerung sein und aktiv auf die Menschen zugehen. „Erklärt Ihnen, was wir tun und warum wir es genau so tun wie wir es tun.“

Herr Otte stellt den Schülern der Fachstufe 2 die moderne Hähnchenmast vor. Auf die Hygiene (Overalls) wurde besonderen Wert gelegt
 
Den Hähnchen war der Besuch vollkommen egal

Thaer im Dialog: Die Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft auf dem Prüfstand

Etwas Uni-Luft schnupperten unsere Teilnehmer*innen des Thaer-Seminars 2019/ 2020 am 5. November gemeinsam mit ihren Lehrkräften Alexander Barkminn und Kirstin Hohls in Göttingen.

Die Georg-August-Universität Göttingen hatte in Kooperation mit der Albrecht -Thaer-Gesellschaft Celle Vertreter des Landvolks, der Landwirtschaftskammer, der Landfrauenvereine, des Julius -Kühn-Instituts, des Thünen-Instituts, des Friedrich- Loeffler-Instituts, der DLG sowie weiterer Institutionen zu dem Intensivseminar „Kommunikation und Kommunikationsstrukturen zwischen der Landwirtschaft, dem Agribusiness und der Gesellschaft“ geladen. Die Anwesenheit unserer Aktiven, die im Rahmen des Politik-Unterrichts die Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit nutzen werden, wurde sehr begrüßt.

Prof. Dr. Svenja Post (GAU Göttingen) erläuterte in einem einleitenden Vortrag, dass extreme (gern durch Social Media verbreitete) Meinungen, eher eine Randerscheinung sind und nicht der tatsächlichen Einstellung des Großteils der Bevölkerung entsprechen, jedoch unsere Wahrnehmung ein wenig verzerren. Auf welche Art aber mit der „großen Mitte“ am erfolgreichsten kommuniziert werden kann, beschäftigte Prof. Dr. Matthias Kussin (HS Osnabrück) und Prof. Dr. Achim Spiller (GAU Göttingen). Während die strategische Kommunikation über Verbände oder aber Strategien wie das Aussitzen, Abstreiten oder Gegenangriffe weniger effektiv seien, um das Verhalten oder die Einstellung von Personengruppen zu verändern, haben Strategien wie Wertekommunikation im Dialog, vertrauensbildende Maßnahmen und Transparenz bessere Chancen. Auch eine Informationsstrategie mit Aufklärung durch Fakten sei wichtig, doch es kann nicht erwartet werden, dass sich jeder Konsument intensiv mit den Inhalten der Landwirtschaft auseinandersetzt. Dennoch sei es das Ziel, dass Konsumenten den Landwirt und Landwirtinnen wieder Vertrauen schenken. Dafür ist es wichtig, zu kommunizieren, zu zeigen, dass in der Landwirtschaft gute Arbeit geleistet wird. Am besten von Mensch zu Mensch, von Landwirt zu Verbraucher.

Wir werden uns dieser Aufgabe stellen!

Intensive Diskussionen in kleiner Runde an der Uni in Göttingen

(Foto: Mühlhausen/Landpixel)

Zugkraftmessungen der Einjährigen Fachschulen Agrarwirtschaft 2019

„Warum sollte ein Landmaschinenverkäufer einen kleinen Schlepper mit Reifendruckregelanlage anbieten, wenn es für ihn viel lohnender ist, einen teuren PS-starken Trecker mit gleicher Zugkraft zu verkaufen?“ fragt Ulrich Lossie von der DEULA Nienburg die Schülerinnen und Schüler der Einjährigen Fachschulen Agrarwirtschaft. „Für Xenon-Beleuchtung an ihren Fahrzeugen geben Landwirte viel Geld aus, für eine Zugkraft steigernde und Boden schonende Reifendruckregelanlage hingegen nicht“, stellt er fest. Wie wirkungsvoll diese Technik, neben einer guten Ballastierung, ist konnten die jungen Landwirte und Landwirtinnen bei den verschiedenen Zugkrafttests im Laufe des Tages selber ermitteln. Und dass eine gute Traktion wichtig ist, konnte besonders auf den staubtrockenen Böden nach einem weiteren sehr trockenen Sommer gut demonstriert werden. Zumindest die für wenige Hundert Euro erhältlichen schnellentlüftenden Patentventile sollten bei allen Schleppern, die für die Bodenbearbeitung eingesetzt werden, montiert sein.

 

Teamtag der Einjährigen Fachschulen Hauswirtschaft und Agrarwirtschaft 2019

Wie sollen die drei Klassen der Einjährigen Fachschulen gemeinsam eine Klassenfahrt planen, wenn Sie sich untereinander kaum kennen? Und auch das anstehende Schuljahr lässt sich sicher besser bewältigen, wenn man schon mal weiß, wer mit einem zusammen einen erfolgreichen Abschluss anstrebt. Darum haben sich die drei Klassen am 28.10.2019 bei bestem Wetter am Schulstandort Wittinger Straße getroffen und auf dem dortigen Gelände des Heilpflanzengartens unterschiedliche Herausforderungen zur Teambildung gemeistert. In immer wechselnden Gruppenzusammensetzungen ging es mal darum, durch Schwarmintelligenz zu Lösungen zu kommen und ein anderes Mal darum das Team optimal auf das zu erreichende Ziel zu koordinieren. Dass man nebenbei natürlich auch seine Gruppenmitglieder als Teampartner besser kennengelernt hat, war ein gewollter Nebeneffekt. Bei zwei verschiedenen Suppen, Getränken sowie Kaffee und Kuchen, die in der Küche der Wittinger Straße zubereitet worden waren, klang der Vormittag in fröhlicher Runde aus. Einhellig waren SchülerInnen und Lehrkräfte der Auffassung, im kommenden Schuljahr für die dann neuen Klassen wieder einen Teamtag zu Beginn des Schuljahres auszurichten.

 

Auf dem „Moorpfad“ in das gemeinsame Schuljahr starten

Er ist ganz anders als die anderen Schultage und hat sich inzwischen bestens bewährt: Der Teamtag der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft.

Ziel ist es, den 40 Seminaristen aus 15 unterschiedlichen Landkreisen durch gemeinsam zu bewältigende Aufgaben die Gelegenheit zu bieten, sich zu Beginn des Schuljahres besser kennen zu lernen und so gut in das gemeinsame Jahr zu starten.

Aufstellung bitte! Die Seminarist*innen positionieren sich vor ihren Klassenlehrkräften Teresa Kaiser und Alexander Barkminn
 
Die Schüler*innen werden in unterschiedlich zusammengewürfelten Gruppen vor Herausforderungen wie der hüpfenden Schlange, dem Moorpfad, kniffligen Rätseln und vielen mehr gestellt. Die Gewinnermannschaft erhält jeweils einen Punkt und am Ende gewinnt der Schüler/ die Schülerin mit den meisten Punkten. Als Sieger des Tages gingen Katharina Jagau, Henrik Harneid und Jonas Notwehr hervor.
 

Zur Überquerung des Moorpfades stehen den Schüler*innen nur begrenzt schützende Platten zur Verfügung: Kreativität und Zusammenarbeit sind gefragt!

 

Die Schnelligkeit entscheidet: Welches Team puzzelt am schnellsten?
 
Kraft und Ausdauer fordert die „hüpfende Schlage“, denn auf einem Bein muss das Team ins Ziel.

Leistungspflügen – wer gewinnt?

Bei kaltem aber klarem Wetter haben 14 Teilnehmer und 2 Teilnehmerinnen am Wettbewerb im Leistungspflügen teilgenommen. Der Wettbewerb wurde in Beckedorf auf einer Ackerfläche des landwirtschaftlichen Betriebs der Familie Walter Brase durchgeführt

 

Die Eröffnung übernahmen der Kreislandwirt des Landkreises Celle Jürgen Mente, Frau Sybille Bolurtschi, Schulleiterin der Albrecht-Thaer-Schule BBS III, und Dennis Gramm von der Albrecht-Thaer-Schule BBS III sowie Hans-Werner Heidemann von der Deula in Nienburg.
 
 
 
Die Siegerehrung übernahmen Frau Dr. Angela Cantrup, Abteilungsleiterin Agrarwirtschaft an der Albrecht-Thaer-Schule BBS III, Jürgen Mente, Kreislandwirt des Landkreises Celle und Dennis Gramm (ATS).
 
 

Sieger im Wettbewerb Drehpflügen:

Platz:

Name

Vorname

Ausbildungs-

jahr

Ausbildungsbetrieb

1

Vollmers

Jan-Hinnerk

2

Johannmeyer Gbr, Walsrode-Düshorn

2

Knoop

Moritz

3

Thies & Mayer GbR, Bergen-Nindorf

3

Westrum

Lorenz

3

Bentloh KG, Scharnhorst

 

Sieger im Wettbewerb Beetpflügen/Oldtimer:

Platz:

Name

Vorname

Ausbildungs-

jahr

Ausbildungsbetrieb bzw. Wohnort

1

Randt

Karl-Heinz

 

Oedesse

2

Claus

Wilhelm

 

Celle-Osterloh

3

Knoop

Hinrich

1

Hermannsburg

 

 

Organisation: Dennis Gramm, Albrecht-Thaer-Schule BBS III und Corinna Oelfke, Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Richter: Hans-Werner Heidemann, Deula Nienburg ; Heinrich Lühr (Lehrkraft der ATS); Ausbilder der landwirtschaftlichen Betriebe des Landkreises Celle.